Schon der Beginn, sehr originell. Wir reisen also früh am morgen zum Flughhafen Granada, wo das Auto steht; zwei riesige Töpfe mit Nudelsalat im Gepäck um anschließend bei der Autovermietung zu erfahren, dass die (von mir getätigte) Reservierung ungültig ist, da meine Kreditkarte nicht funktioniert und der Reservierende aber gleichzeitig der Bezahlende sein muss. Ich stehe also da, versuche mich in mehr als gebrochenem Spanisch zu erklären und siehe da, es stellt sich raus der Autovermietungsangestellte hatte in Deutschland studiert und spricht daher perfekt deutsch- so hatten wir zumindest den Sympathiebonus inne und nach einigem Geplänkel über deutsches Wetter und die Ossis... war er dann doch gewillt, uns das Auto zu überlassen, allerdings nur mit saftigen Aufpreisen- so zum Beispiel, weil die 2 Fahrer, Marie und ich, die Gebühr für Fahrer unter 25 bezahlen müssen+ Gebühr für zweit- und dritt-Fahrer, weil Matti jetzt bezahlt und damit auch Hauptfahrer ist, obwohl er nicht mal seinen Führerschein dabei hat. Bis zu dem Zeitpunkt war ich in dem Glauben, ich wäre der deutschen Bürokratie und Vorschriftsmäßigkeit entgangen...
Jedenfalls saßen wir dann nach einer Stunde Verhandlung endlich im Auto, auf dem Weg nach Ronda, einem der größten 'weißen Dörfer' Andalusiens. Die Gebühr fürs Navi hatten wir uns schlauerweise gespart und eine Straßenkarte hatte keine Tankstelle, also navigierten wir mithilfe von Wegbeschreibungs-Fotografien aus Google Maps, die uns noch einige Male Schwierigkeiten bereiten sollten. Zweieinhalb Stunden später waren wir dann dennoch angekommen und konnten 2 Stunden im wunderschönen Ronda verbringen.
| El Puente Nuevo |
| Palacio de Mondragón |
| Gewinnspielfrage: Was ist die größte Gemeinsamkeit zwischen Spaniern und Deutschen? |
Beim Feierabendbier in der Kneipe um die Ecke wurde es dann auch noch recht lustig, 2 Fremde ziehen in einer Bar voller vorwiegend älterer und teils sehr angeheiterter Männer eben viel Aufmerksamkeit auf sich und so durften wir uns in einem erheiternden Mix aus Spanisch und Englisch ganze Lebensgeschichten anhören.
Am nächsten Morgen machten wir uns dann ausgeschlafen und gestärkt (zumindest 2/3 der Gruppe) auf den Weg nach Sevilla, was zum Glück nur noch eine eineinhalbstündige Autofahrt entfernt lag. Leider fing nun auch mein Magen an zu rumoren und so war die Besichtigung der Kathedrale anstrengender als gedacht, hat sich aber definitiv gelohnt.
Viel Zeit blieb uns leider auch hier nicht, den am Abend musste das Auto zurück in Granada sein. Für einen kurzen Ausflug zum Fluss und zum prunkvollen Plaza de Espana mit dem Expo-Gebäude von 1929 hat es dennoch gereicht.
| Torre del Oro |
| Plaza de España |
Innerhalb von knapp 4 Stunden waren wir dann wohlbehalten und froh endlich aus dem Auto austeigen zu dürfen zurück in Granada.
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