Dafür war das Wochenende ziemlich zufriedenstellend (und bleibt es hoffentlich auch, "wir Katholiken" haben nämlich Dienstag auch noch frei). Nachdem Freitag eigentlich glaub ich gar nichts passiert ist, weil die Party von Donnerstag so ihre Nachwirkungen hatte, haben wir beschlossen Samstag einfach mal zu rocken! Also sind wir gegen Mittag mit dem Bus losgefahren ins 15 Minuten entfernte Santa Fé, da man Leute immer wieder munkeln hört von heißen Quellen, die mit rund 40 Grad das ganze Jahr zum Baden einladen. In Santa Fé angekommen, mussten wir irgendwie den Weg dorthin finden, denn da unser Ziel mitten in der Pampa lag, fahren natürlich auch keine Busse dahin. Also haben wir uns, auf der Suche nach dem Tourismusbüro, auch gleich die Stadt ein wenig angeschaut- so schön, ein bisschen als wäre die Zeit stehengeblieben (diesmal aber in einer sehr positiven Art und Weise), kaum Verkehr und sooo saubere Luft (kein Vergleich zu Granadas Stadt-Gestank).
| Die Spanier sind wenigstens noch kreativ, was Türklopfer betrifft |
Tourismusbüro war leider geschlossen aber dafür hatten wir sehr schnbell ne Tankstelle ausfindig gemacht und der nette Wart hatte wenigstens ne Taxinummer dabei. Also wurden wir wenig später an der Straße abgesetzt (das Taxi kann nicht viel weiter fahren, weil keine Straße hinführen und man so ein bisschen Hügel-rauf-Hügel-runter-querfeldein muss) - trotzdem wurde uns der horrende Preis damit erklärt, das Taxi müsse ja so unwegsame Strecken fahren, da könne man kaum den üblichen Preis verlangen...
Wir mussten dann noch ungefähr 20 Minuten laufen, und dann konnte man auch schon die ersten Campingwagen-Kolonnen entdecken. Ziemlich schnell waren wir mittendrin und wurden überaus freundlich von den "Bewohnern" begrüßt - leider zog sich die übertriebene Freundlichkeit fort, und wir waren die erste Stunde damit beschäftigt lüsterne halbnackte (zumeist alte) Männer davon zu überzeugen, das wir nicht mit ihnen baden gehen wollen. Irgendwann hatten wir dann endlich einen Flußabschnitt gefunden, und dem wir ungestört ein bisschen baden konnten, doch lange hielt die Ruhe nicht und wir hatten schon wieder einen besonders hartnäckigen am Hals. Der wollte es aber auch gar nicht begreifen. Zum Glück nahte schnelle Rettung durch unseren deutschen Freund, den wir vorher im Camp kennengelernt hatten. So konnten wir fliehen und haben doch noch noch ein einsames Becken gefunden, und haben dann bis zum Sonnenuntergang unseren 2 neuen Freunden gechillt, Steine gesammelt und Schlammmasken gemacht :) Wirklich sehr entspannend. Irgendwann wurde es aber doch bisschen kalt und wir haben im Camp noch Lagerfeuer gemacht und ein bisschen in den, nicht von der Stadt vermiesten, Sternenhimmel gestarrt. Leider mussten wir viel zu schnell los, Esmé hatte ein Partyversprechen gegeben und glücklicherweise waren wir per Anhalter dann auch relativ schnell zurück. Dummerweise hatte ich nur mein Handtuck + Bikini aufs Auto der Jungs zum Trocknen aufgehangen- und dann nicht mitgenommen... also muss ich heut wohl oder übel noch mal ins Hippieparadies verschwinden :)
| Badewannenwarmes Wasser! |