Die wenige Zeit, die bis zum nächsten Programmpunkt blieb, wurde größtenteils mit wenig enthusiastischem Rumschlendern verbracht (auch geschuldet der brennenden Mittagshitze mit gefühlten 35 Grad), und dann gings zum Alcázar de los Reyes Cristianos, ebenfalls im 14. Jhd. erbaut und von christlichen Königen als Rückzugsort bis zur Wiedereroberung Granadas genutzt (ein Yeah! für Wikipedia :D).
Nach überteuertem Mittagessen (so ist das eben in Städten, die fast ausschliesslich vom Tourismus leben) stand dann der Cordoba-Klassiker schlechthin an: die Mezquita. Die nächste Schwierigkeit war, 300 Leute in Gruppen von 30 aufzuteilen, damit nicht alle mit einmal hineinstürmen. Nach Belehrungen über Belehrungen und einer weiteren halben Stunde warten, konnten wir dann endlich der immer noch unbarmherzig scheinenden Sonne entfliehen und die heiligen Hallen betreten :). 784 als Moschee erbaut, 1236 jedoch zur christlichen Kirche geweiht, kann man noch heute beide Einflüsse direkt nebeneinander sehen. Mit 23.000 m² gehört sie zu den größten ehemaligen Moscheen der Welt, wirklich äußerst beeindruckend!
Nachdem wir uns dann noch ne kleine Stärkung für den Rückweg in Eisform geholt hatten, gings auch schon zurück zum Bus mit Vorfreude auf das schöne, bunte, verrückte, laute Granada- das ist nämlich was Cordoba fehlt- die Lebendigkeit. Man merkt, das alles sehr touristsich ist, und so waren auf den Straßen auch kaum Einheimische zu sehen, dafür Reisegruppen aus aller Welt an jeder Ecke -wobei wir natürlich die Wohnviertel der Einheimischen gar nicht zu Gesicht bekommen haben- vielleicht sieht es ja dort ganz anders aus. Alles ist ein bisschen teurer und ein bisschen verschlafener- letzteres hat eindeutig seinen Reiz, aber eben auch nur für einen Wochenendausflug. Trotzdem war es äußerst beeindruckend, und mir wäre definitiv was entgangen, wenn ichs nicht gesehen hätte.
Beeindruckend. Ich liebe diese Verbindung von maurischer und christlicher Architektur.
AntwortenLöschenLieb Grüße an dich Maria!!
Lass es dir gutgehen